Badacsony


Vulkanberge, Basaltsäulen, Weinberge, alte Weinkeller – und unter dir glitzert der Balaton. Badacsony ist einer dieser Orte, an denen es fast schade wäre, sich zwischen Wandern und Weinverkostung entscheiden zu müssen – denn hier gehören beide ganz selbstverständlich zusammen. Du kannst zu einer Wanderung auf den Berg aufbrechen, am legendären Rózsakő – Rosenstein Halt machen, zum Kisfaludy-Aussichtsturm hinaufsteigen und die außergewöhnlichen Basaltformationen entdecken. Auf dem Rückweg kannst du schließlich bei einem Glas Badacsonyer Wein entspannen und die besondere Atmosphäre der Weinberge genießen. Und Badacsony ist erst der Anfang. Rundherum erheben sich die markanten vulkanischen Zeugenberge des Tapolca-Beckens – und jeder von ihnen bietet ein anderes Panorama, eine andere Wanderung und seine ganz eigene Geschichte.

Badacsony

Badacsony – der ikonische Berg am Balaton

Es gibt nur wenige Landschaften in Ungarn, deren Silhouette so unverwechselbar ist wie die von Badacsony.

Die Hänge dieses charakteristischen vulkanischen Zeugenbergs über dem Balaton sind seit Jahrhunderten von Weinbergen bedeckt. Weiter oben erwarten dich Wälder, Basaltwände und außergewöhnliche Felsformationen.

Deshalb solltest du Badacsony nicht nur von unten betrachten.

Du musst hinauf.

Rózsakő – wo der Legende nach sogar die Liebe entschieden wird

Einer der bekanntesten Orte des Berges ist der große, flache Basaltblock Rózsakő – Rosenstein.

Benannt wurde er nach Róza Szegedy, die hier gemeinsam mit ihrem Ehemann, dem Dichter Sándor Kisfaludy, gerne saß und den Blick über den Balaton genoss.

Später entstand rund um den Felsen eine romantische Legende: Der Überlieferung nach kann ein Liebespaar, das sich mit dem Rücken zum Balaton gemeinsam auf den Stein setzt, noch im selben Jahr heiraten.

Ob du an die Legende glaubst oder nicht – ein gemeinsames Foto ist dieser Ort auf jeden Fall wert.

Auf zum Kisfaludy-Aussichtsturm!

Wenn du weiter bergauf gehst, erreichst du einen der wichtigsten Aussichtspunkte von Badacsony: den Kisfaludy-Aussichtsturm.

Vom Gipfel aus erscheint die Landschaft, durch die du vielleicht wenige Stunden zuvor noch mit dem Auto gefahren bist, plötzlich völlig anders.

Unter dir der Balaton.

Rundherum das Tapolca-Becken.

Und in der Ferne erkennst du einen nach dem anderen die charakteristischen Zeugenberge der Region.

Bei klarem Wetter solltest du dir ausreichend Zeit für das Panorama nehmen – nicht nur hinaufsteigen, schnell ein Foto machen und sofort weitergehen.

Basaltorgeln – wenn der Vulkan zum Bildhauer wird

Zu den außergewöhnlichsten Naturschätzen von Badacsony gehören seine Basaltformationen.

Die vulkanische Aktivität vor Millionen von Jahren und die anschließende Erosion hinterließen eindrucksvolle Basaltsäulen, Felswände und steinerne Landschaften.

Der geologische und botanische Lehrpfad des Berges führt dich mitten durch diese besondere Welt.

Die knapp 4 Kilometer lange Route berührt unter anderem den Rózsakő, den Kisfaludy-Aussichtsturm, das Kőkapu, den Klastrom-Brunnen und die Bujdosók-Treppe.

Kőkapu – zwischen Basaltwänden

Rund um das Kőkapu – Steintor kommst du der vulkanischen Vergangenheit von Badacsony besonders nahe.

Hier spielt für eine Weile nicht der Balaton die Hauptrolle.

Mächtige Basaltformationen, Wald und ein zwischen den Felsen verlaufender Weg schaffen eine völlig andere Atmosphäre als die von Weinbergen geprägten unteren Hänge.

Fast so, als würdest du innerhalb weniger Kilometer durch mehrere unterschiedliche Landschaften wandern.

Bujdosók-Treppe – die sportlichere Seite von Badacsony

Wenn du eine kleine Herausforderung suchst, solltest du die Route über die Bujdosók-Treppe wählen.

Die steile Treppenpassage gehört zu den bekanntesten Wanderabschnitten von Badacsony.

Hier wirst du merken, dass du tatsächlich einen Berg besteigst. Bequeme Wanderschuhe und etwas Kondition sind deshalb durchaus hilfreich.

Dafür bietet die Tour neben der schönen Landschaft auch das gute Gefühl, etwas geschafft zu haben.

Das Badacsony von Róza Szegedy und Sándor Kisfaludy

Badacsony ist nicht nur eine Natur- und Weinlandschaft.

Der Berg ist auch ein Ort der Literaturgeschichte.

Die Geschichte von Róza Szegedy und Sándor Kisfaludy ist eng mit Badacsony verbunden. Deshalb lohnt sich während deines Ausflugs auch ein Besuch beim Szegedy-Róza-Haus.

So bleibt die Geschichte des Rózsakő nicht nur eine romantische Legende, sondern wird Teil einer Epoche, in der der Badacsonyer Weinberg auch ein besonderer Schauplatz des ungarischen Kulturlebens war.

Nach der Wanderung kommt der Wein

Die Weinreben von Badacsony sind keine bloße Kulisse.

Vulkanische Böden, die Nähe des Balaton und eine jahrhundertealte Weinbautradition haben hier eine außergewöhnliche Weinregion entstehen lassen.

Olaszrizling, Szürkebarát, Rheinriesling – und vor allem der besonders eng mit Badacsony verbundene Kéknyelű erwarten dich in den Kellern.

Am Berg und in seiner Umgebung gibt es bis heute zahlreiche Weingüter und kleinere Weinkeller, sodass sich eine Wanderung hervorragend mit einer Weinverkostung verbinden lässt.

Wenn du Wein probieren möchtest, gilt eine einfache Regel: Fahr danach nicht selbst zurück.

Kéknyelű – ein Wein, den du hier probieren solltest

Wenn du nur einen einzigen lokalen Wein auswählst, dann sollte es Kéknyelű sein.

Diese Rebsorte ist besonders eng mit Badacsony verbunden und gehört zu den großen Besonderheiten der Weinregion.

Am schönsten ist es allerdings, nicht einfach nur irgendwo ein Glas davon zu trinken.

Setz dich auf eine Terrasse am Berghang, blick hinunter auf den Balaton und probiere den Wein dort, wo seine Trauben gewachsen sind.

Das ist ein ganz anderes Erlebnis.

Badacsony endet nicht am Fuß des Berges

Nach der Wanderung lohnt es sich, auch noch bis zum Balaton hinunterzugehen.

Rund um den Hafen von Badacsony erwartet dich bereits eine völlig andere Atmosphäre: Wasser, Promenaden, Terrassen und sommerliches Treiben am Balaton.

So kannst du an einem einzigen Tag auf Waldwegen wandern, zwischen Basaltwänden unterwegs sein, Wein verkosten und am Abend schließlich bis ans Ufer des Balaton spazieren.

Badacsony ist jedoch nur einer der Zeugenberge

Wenn dir Badacsony gefallen hat, solltest du deine Wanderschuhe noch nicht wegpacken.

Rund um das Tapolca-Becken erheben sich mehrere vulkanische Zeugenberge – und jeder besitzt seinen ganz eigenen Charakter.

Szent György-hegy – beeindruckende Basaltorgeln, Weinberge, Keller und wildromantische Wanderwege.

Csobánc – eine Burgruine auf dem Gipfel und ein großartiges Panorama über das Tapolca-Becken.

Gulács – waldreicher, ruhiger und deutlich weniger besucht.

Tóti-hegy – ein kleinerer Berg, dessen Rundumblick vom Gipfel ihn zu einem echten Geheimtipp macht.

Du musst sie nicht alle an einem einzigen Tag bezwingen.

Ganz im Gegenteil.

Wähle für jeden Ausflug einen Berg.

Szent György-hegy – wenn du nach Badacsony etwas Ursprünglicheres suchst

Der Szent György-hegy verdient unserer Meinung nach einen eigenen Ausflug.

Über den Weinbergen und Kellern des Berghangs erheben sich beeindruckende Basaltorgeln. Von den Wanderwegen aus blickst du aus einer ganz anderen Perspektive auf Badacsony und das Tapolca-Becken.

Weniger Trubel vom Balaton, dafür mehr Natur und ursprüngliche Weinbergatmosphäre.

Csobánc – eine Burg auf einem Vulkan

Csobánc bietet wiederum ein völlig anderes Erlebnis.

Auf dem Gipfel erwarten dich die Ruinen einer mittelalterlichen Burg, von deren Umgebung sich ein nahezu ungehindertes Panorama über die Welt der Zeugenberge öffnet.

Wenn du Burgen und Wandern magst, ist dies einer der schönsten Orte, an denen du beides miteinander verbinden kannst.

Zu welcher Jahreszeit solltest du kommen?

Badacsony ist keineswegs nur ein Sommerziel.

Im Frühling erwarten dich frisches Grün und angenehme Temperaturen zum Wandern.

Im Sommer solltest du möglichst früh starten und die Wanderung anschließend mit Baden im Balaton oder einer Weinverkostung verbinden.

Im Herbst zeigt sich Badacsony vielleicht von seiner schönsten Seite: Weinlese, farbenprächtige Weinberge und häufig besonders klare Fernsicht.

Im Winter erlebst du den Berg von seiner stillsten Seite – allerdings solltest du dann die Öffnungszeiten der Weinkeller und Gaststätten besonders sorgfältig im Voraus prüfen.

Ein halber oder ein ganzer Tag?

Für Badacsony würden wir einen ganzen Tag einplanen.

Am Vormittag wanderst du auf den Berg.

Mittags kehrst du bei einem Weingut oder in einem Lokal am Berghang ein.

Am Nachmittag folgen Weinverkostung und ein Spaziergang durch die Weinberge.

Und am späten Nachmittag geht es hinunter ans Ufer des Balaton.

Wenn du eine längere Wanderung unternimmst, solltest du nicht versuchen, am selben Tag auch noch den Szent György-hegy oder Csobánc „abzuhaken“.

Die Zeugenberge sind keine Checkliste.

Jeder von ihnen verdient einen eigenen Ausflug.

Bon Villa Tipp: Für deinen ersten Besuch empfehlen wir die klassische Badacsony-Route: Szegedy-Róza-Haus → Rózsakő → Kisfaludy-Aussichtsturm → Kőkapu → Bujdosók-Treppe. Danach kannst du dich bei einem Glas Kéknyelű und etwas Gutem zu essen in einem Weingut mit Panoramablick belohnen. Und wenn du am nächsten Tag wieder wandern möchtest, geh nicht noch einmal denselben Weg – entdecke stattdessen den Szent György-hegy oder Csobánc.

In Badacsony besteigst du nicht einfach nur einen Berg. Du wanderst durch die Geschichte eines Vulkans, steigst zwischen Weinbergen wieder hinab – und fast die ganze Zeit glitzert unter dir der Balaton.



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