Stupa von Zalaszántó


Ein schneeweißes buddhistisches Heiligtum mitten in den Wäldern von Zala – schon der Ort selbst ist außergewöhnlich. Die Friedensstupa von Zalaszántó erhebt sich auf dem Kovácsi-Berg, auf einer Waldlichtung im Park der Menschenrechte. Das 30 Meter hohe, strahlend weiße Bauwerk symbolisiert Frieden, Mitgefühl und Erleuchtung. In seinem Inneren wird eine Reliquie Buddhas aufbewahrt, und 1993 wurde die Stupa vom XIV. Dalai Lama persönlich eingeweiht. Du musst kein Buddhist sein, um die besondere Stille und Atmosphäre dieses Ortes zu spüren. Umgeben von Wald und fern vom Trubel ist die Stupa ein Ort, an dem man ganz selbstverständlich für einen Moment innehält.everyday life, it is the kind of place that naturally makes you stop for a moment and simply enjoy the silence.

Stupa von Zalaszántó

Kép forrása: bekestupa.hu


Ein buddhistisches Heiligtum mitten im Wald von Zala

Oberhalb von Zalaszántó, in den Wäldern des Kovácsi-Berges, erwartet Wanderer ein völlig unerwarteter Anblick.

Auf einer Waldlichtung taucht plötzlich eine riesige, schneeweiße buddhistische Stupa auf.

Die 30 Meter hohe und 24 Meter breite Friedensstupa ist heute eines der bekanntesten Wahrzeichen von Zalaszántó und ein besonderer Ort der buddhistischen Kultur in Ungarn.

Das Heiligtum steht im Park der Menschenrechte, fern vom Lärm der Städte und umgeben von Wald. Schon der Weg dorthin hilft dabei, den Alltag für eine Weile hinter sich zu lassen.

Wie kam eine buddhistische Stupa nach Zalaszántó?

Die Geschichte begann Anfang der 1990er-Jahre.

Bop Jon, mit bürgerlichem Namen Jin Soo Lee, ein südkoreanischer buddhistischer Mönch, wollte in Mitteleuropa ein Heiligtum errichten, das Weltfrieden, Glück und Erleuchtung symbolisieren sollte.

Nach langer Suche fand man in Zalaszántó den geeigneten Ort.

Der Wahl des Standorts ging eine buddhistische Zeremonie voraus, anschließend begann der Bau. Bedeutende Unterstützung kam von südkoreanischen und österreichischen Spendern, während das Bauwerk selbst von ungarischen Fachleuten errichtet wurde.

Hier wird eine Reliquie Buddhas aufbewahrt

Die Stupa ist nicht nur ein außergewöhnliches Bauwerk, sondern ein echtes buddhistisches Heiligtum.

In ihrem Inneren befindet sich eine Reliquie, die den sterblichen Überresten Buddhas zugeschrieben wird.

Die Reliquie gelangte aus dem Potala-Palast in Tibet zunächst nach Indien, später nach Europa und schließlich in die Stupa von Zalaszántó.

Für buddhistische Besucher besitzt der Ort deshalb auch eine besondere religiöse Bedeutung. Gleichzeitig steht er allen Interessierten offen.

Vom Dalai Lama eingeweiht

Eines der bedeutendsten Ereignisse in der Geschichte der Stupa fand am 17. Juni 1993 statt.

An diesem Tag besuchte der XIV. Dalai Lama, Tenzin Gyatso, Zalaszántó und weihte das im Zeichen des Weltfriedens errichtete Heiligtum persönlich ein.

Diese Verbindung macht die Stupa von Zalaszántó zu einem besonders bedeutenden Ort des Buddhismus in Ungarn.

Was bedeutet eine Stupa?

Die Stupa gehört zu den ältesten Sakralbauten der buddhistischen Kultur.

Die einzelnen Elemente ihrer Form besitzen symbolische Bedeutungen, während das gesamte Bauwerk an die Lehren Buddhas, die Erleuchtung und die Suche nach innerem Frieden erinnert.

Nach buddhistischer Tradition wird eine Stupa im Uhrzeigersinn umrundet.

Du musst deinen Besuch jedoch keineswegs als religiöses Ritual verstehen. Geh langsam, betrachte die Details des Bauwerks und genieße einfach die besondere Stille dieses Ortes.

Bunte Gebetsfahnen mitten im Wald

Rund um die weiße Stupa verleihen buddhistische Gebetsfahnen der Umgebung eine noch außergewöhnlichere Atmosphäre.

In der tibetischen Tradition stehen die fünf Farben unter anderem für die fünf Elemente. Auf die Fahnen sind Gebete und Mantras gedruckt.

Wenn der Wind sie bewegt, scheint er die guten Wünsche weiterzutragen – für Frieden, Mitgefühl und Harmonie.

Das Grün des Waldes von Zala, die schneeweiße Stupa und die farbenfrohen Gebetsfahnen ergeben zusammen ein ganz besonderes Bild.

Ein Ort, an dem man gerne eine Weile still bleibt

Zur Friedensstupa solltest du nicht in Eile kommen.

Dies ist keine Sehenswürdigkeit, bei der du zwei Fotos machst und gleich wieder weiterfährst.

Setz dich für einen Moment hin. Hör dem Wald zu. Geh langsam um die Stupa herum. Wenn das Meditationshaus geöffnet ist, lohnt sich auch dort ein Besuch.

Unabhängig von der eigenen Religion oder Weltanschauung kann dieser Ort ein besonderes Erlebnis für alle sein, die stille, naturnahe Plätze mögen.

Auch der Weg gehört zum Erlebnis

Die Stupa ist mit dem Auto von Zalaszántó aus erreichbar. Vom ausgewiesenen Parkplatz führt anschließend ein Waldweg zum Heiligtum.

Genau diese Variante empfehlen wir.

Denk nicht nur an das Ziel: Der Wald des Kovácsi-Berges, die Wege und die zunehmende Stille gehören genauso zum Erlebnis wie die Stupa selbst.

Bequeme Schuhe sind auf jeden Fall empfehlenswert.

Verbinde den Besuch mit einer Wanderung!

Die Umgebung von Zalaszántó gehört selbst zu den schönsten Wandergebieten der Region.

Wenn du gerne wanderst, kannst du den Besuch der Friedensstupa mit einer Erkundung des Kovácsi-Berges verbinden oder bei einer längeren Tour weitere Natur- und Kultursehenswürdigkeiten der Umgebung entdecken.

Oberhalb von Zalaszántó erhebt sich auch die Burgruine Tátika, und in der Nähe befindet sich mit dem alten Buchenwald von Tátika eines der besonderen Naturgebiete des Nationalparks Balaton-Oberland.

So kann die Stupa zu einer Station eines ganzen Ausflugstages rund um „Zalaszántó und seine drei Berge“ werden.

Zu jeder Jahreszeit anders

Im Frühling ist die Stupa von frischem Grün umgeben, im Sommer führen schattige Waldwege zu ihr und im Herbst leuchtet der Wald in zahlreichen Farben.

Und wenn im Winter Schnee auf dem Kovácsi-Berg liegt, bekommen das weiße Heiligtum und der stille Wald eine ganz besondere Atmosphäre.

Deshalb empfehlen wir die Friedensstupa keineswegs nur als Sommerprogramm.

Bon Villa Tipp: Fahr nicht einfach nur mit dem Auto hinauf, sondern mach aus dem Besuch einen kleinen Waldspaziergang. Nimm dir Zeit, die Stupa zu umrunden und die Stille zu genießen. Wenn du danach noch Lust und Zeit hast, kannst du deinen Ausflug in Richtung der Burgruine Tátika fortsetzen. Für ein besonders ruhiges Erlebnis lohnt sich ein Besuch am Morgen oder am späten Nachmittag, wenn weniger Besucher unterwegs sind.

Ein buddhistisches Heiligtum mitten in den Wäldern von Zala, eine Reliquie Buddhas, farbenfrohe Gebetsfahnen und tiefe Stille – die Friedensstupa von Zalaszántó ist ein Ort, an den du dich noch lange nach deinem Ausflug erinnern wirst.



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